
Autor: Erik Kropp Seite 10 von 11
Sportfest Grundschule Gambia – Interhouse
Ein toller Tag – ein tolles Event ♥️





Grundschule Gambia – ein tolles Projekt – Schuhe verteilen
Hier hat nicht jedes Kind eigene Schuhe – für uns undenkbar




Unsere Emma Christine Grundschule in Madina konnte nun abschließend wieder auf Vordermann gebracht, ein weiterer Klassenraum gebaut und der letzte Pinselstrich auch für unsere verspätete Weihnachtsfeier getätigt werden. (Bericht der Feier folgt)
Es ist uns in den letzten Wochen auch gelungen einen ganz großen Schritt in Richtung weiterführende Schule zu machen.
Glücklich können wie über die Fertigstellung von drei Schulklassen die Toilettenanlage, das Hausmeisterhaus, und das Nachtwächter Haus in der weiterführenden Schule in Kitty berichten.
Alle Gebäude verfügen über Strom und Wasseranschluss und konnten gefliest und zum teil auch schon gestrichen werden.
Das Bürohaus für die Schulleitung ist aktuell in Bau und auch ein großes Lager soll noch bis zu meiner Abreise gebaut werden.
Ich bin optimistisch das wir auch das noch hinbekommen.
Damit können die ersten Grundschüler ab September 2020 einen weiteren Schritt in die Zukunft machen.
Geplant ist für 2 Schulklassen Kinder aufzunehmen. Die weitere 3. Klasse würden wir dann für Computerschulungen und Deutschunterricht permanent nutzen.
Hier werden wir dann für meine nächste Reise wieder gebrauchte Laptops und Computer benötigen.
Sollte noch jemand was immer Keller haben ab April sammeln wir dann wieder.
Mit Lea Ruhland aus Deutschland, die uns schon seit einigen Jahren hier in Gambia unterstützt, wird dann auch eine Deutschlehrerin jährlich über mehrere Monate für unsere weiterführende Schule in Kitty arbeiten.
Es ist für uns immer wieder ein tolles Gefühl und auch ein Erlebnis zu sehen wie es voran geht und wie sich hier alles verändert, wie unsere Kinder sich positiv entwickeln, ihre individuellen Fähigkeiten an unserer Schule ausleben, das Selbstvertrauen speziell bei den Mädchen wächst und alle Kinder hier wirklich große Lust auf Schule haben.
Was wir alle gemeinsam ob in Deutschland oder Gambia in den letzten Jahren geschafft haben ist schon beachtlich und ich muss mich wirklich ab und an mal kneifen um zu verstehen was hier in den letzten Jahren gewachsen ist.
Jeder von euch hat das möglich gemacht ob mit kleinem oder großen Einsatz, jeder Einsatz war wichtig.
Wie man sieht ist alles auf dieser Welt möglich wenn man an das Gute glaubt und das richtige tut.
Danke und euch allen einen frohes neue Jahr 2020 . Bleibt gesund und glücklich.
Ich bleib am Ball
Euer Papa Buba




Die Vorbereitungen unserer Theatergruppe zur Weihnachtsfeier sind im vollen Gange.
Hier ein kleiner Einblick.
Die Situation der Mädchen und Frauen in Gambia.
https://www.facebook.com/groups/519837334821611/permalink/1629756610496339?sfns=mo

Tabea, Lea, Saskia und Max sind gut angekommen und wurden direkt in den Schulbetrieb eingebunden und in allen Bereichen eingesetzt.
Es gibt Deutschunterricht wo die deutsche Nationalhymne gesungen, Spielveranstaltungen organisiert und im Kunstunterricht auch schon mal die Klasse gekalkt wird.
Auch unser kleiner Sonnenschein Sireh hat sich gut eingelebt und macht große Fortschritte im Unterricht.
Alles in allen eine ganz tolle Stimmung in der Schule und alle sind glücklich.
Schule kann so schön sein.




Hallo liebe Pateneltern,
hallo liebe Förderer!!
Auch in diesem Jahr werden wir eine Reis-Aktion durchführen!
Hierfür sammeln wir Spenden, kaufen entsprechend Reis, und verteilen diesen Reis an alle Familien unserer Schulkinder und die ärmeren Familien im Dorf! Einen Termin für die Verteilung haben wir gerade noch nicht!
Ein Sack Reis kostet ca. 30,- Euro, natürlich kann und darf aber auch für einen halben Sack ca. 15,- Euro oder einen Drittel-Sack Reis ca.10,- Euro gespendet werden!
Bitte vermerkt bei der Überweisung im Verwendungszweck lediglich „Spende“, und schreibt hier einen kurzen Kommentar oder schreibt mir eine Nachricht!!
Unser Spendenkonto:
Grundschule Gambia e.V.
Sparkasse Krefeld
IBAN: DE24 3205 0000 1063 4458 27
BIC: SPKRDE33XXX
Verwendungszweck: Spende

Bericht von Nora über ihren Besuch vom 14.09. bis zum 04.10.2019 bei uns in Gambia und ihrer Arbeit an unserem Kooperations-Krankenhaus Remis Health Centre in Darsilami
Nora Sophia (Medizinstudentin im Praktischen Jahr)
Die 3 Wochen in Gambia waren für mich unvergesslich, ich glaube ich habe noch nie so viele Patienten an einem Tag behandelt wie im Remis Health Centre.
Mein erster Tag fing Ereignis reich an, da mein Koffer leider nicht ankam und wahrscheinlich noch in Brüssel feststeckte. Ich wurde von David, Kebbah und Lamin am Flughafen abgeholt, es regnete wie aus strömen und der Strom am Flughafen funktionierte auch nicht.
Weiter ging es in Remis Health Centre wo mich Marie (Zahnärztin) mit warmen Essen in Empfang nahm, wir verstanden uns auf Anhieb super. Sie war auch für mich die ganze Zeit zuständig und sie fehlt mir ungemein.
Der Tagesablauf im Remis Health Centre fing eigentlich immer so gegen 8 Uhr an. Am ersten Tag habe ich den Schwestern noch über die Schulter geschaut und ab dem 2. Tag habe ich dann selber behandelt und Medikamente verschrieben.
Ich würde empfehlen, dass man sich vorher nochmal mit der Pharmakologie auseinandersetzt und dann nochmal nachliest wie die Antibiotika Dosierungen bei Babies, Kleinkindern sind.
Von Tag zu Tag kamen immer mehr Patienten, da sich rumgesprochen hatte das jemand aus Deutschland da ist und behandelt.
Man hat zur Verfügung ein kleines Labor wo man WBC, Hb, Malaria und HCG testen kann und auch Urin- Analyse im Falle einer Harnwegsinfektion. Dies war für mich sehr ungewohnt, da ich natürlich in manchen Fällen gerne ein Ultraschall, Röntgen oder Gastro angeordnet hätte … (Man gewöhnt sich aber schnell dran und ich habe jeden Patienten mit meinen Händen untersucht und abgehört.)
Am 2. Tag hatte ich ein 4 jähriges Mädchen, welches sich die Hand komplett an einem Stacheldraht aufgerissen hat. Die Hand musste also genäht werden, die Schwestern guckten mich nur an und sagten; „Dann mach!“ – Ich habe also die kleine Maus mit einer viel zu großen Nadel genäht und vorher alles mit Lidocain betäubt. Ich selbst war auch nervös, da ich zwar nähen kann aber noch nie eine komplette Hand genäht habe. Die Hand ist gut geworden und meine Patientin kam alle 2 Tage zum Verbandswechsel, den ich jedesmal eigenständig gewechselt habe um mein Ergebnis im Auge zu behalten.
Man sieht unter anderem viele Patienten, wo Wunden schlecht geheilt sind und sich infiziert haben. Ein Mädchen (5. Jahre) welches vor 1 Jahr eine offene Fraktur am Knöchel hatte, wurde mit Kräuterverbänden versorgt – als ich dann den Verband geöffnet habe, bot sich mir ein furchtbares Bild- der Knochen war verwachsen und guckte aus der Haut raus – die Kleine hatte eine Osteomyelitis und der komplette Unterschenkel war infiziert. Um eine fortschreitende Entzündung zu vermeiden, hilft in diesem Fall nur eine Amputation (welche dann in Banjul durchgeführt wurde).
Ich würde auch sagen, dass die Wundversorgung noch immer sehr schlecht ist. Dembo, der immer für die Wundversorgung zuständig ist, hat zum Beispiel bakteriell infizierte Wunden mit Honig eingerieben. Der Honig ist ja nur noch mehr Nährboden für die Bakterien. Der Raum wo die Verbände gewechselt werden ist sehr schlecht beleuchtet und Pinzetten und andere Materialien werden nicht richtig gereinigt und desinfiziert. Ich habe ein paar mal versucht die Sachen zu erläutern, aber es ist halt nicht Deutschland und wenn diese Dinge seit Jahren so gehandhabt werden ist es schwer einzelne Personen zu überzeugen. Auch wurde mir erklärt, dass Material immer weggeschlossen wird, da auch viel geklaut wird oder Sachen verloren gehen.
Aber dann sollten doch bitte alle Mitarbeiter einen Schlüssel zum Lager haben und wissen wo was steht und was noch vorhanden ist.
Beispiel: Nachts 23 Uhr, 1 jähriger kommt nach Salmonellen Infektion dehydriert ins Health Centre und ich wurde dazu gerufen- meine Entscheidung- Flüßigkeitszufuhr mit einem Venösenzugang- mir wurde gesagt, es sei nur noch 1 Flexüle vorhanden. Im Lager war aber noch eine ganze Kiste mit ganz vielen Zugängen und NaCl Lösungen. Der behandelnde Pfleger wusste einfach nicht von den Sachen die im Lager noch vorrätig waren.
So eine ähnliche Situation hatten wir auch nach einer Geburt, wo eine Frau einen Dammriss 4 Grades hatte und wir einfach kein Nahmaterial auffinden konnten. Lamin hat dann im Nachbarort neues gekauft und ich habe mit der Patientin 45 min gewartet und sie überwacht ob sie hemodynamisch stabil bleibt. Im Endeffekt war auch Nahtmaterial vorhanden aber keiner wusste wo im Lager und ich selbst habe es auch nach intensivem suchen nicht gefunden.
Ich verstehe die Situation sehr gut, dass das Lager abgeschlossen werden muss und alles an Ort und Stelle bleibt, aber dann muss man es auch beschriften und sortieren damit man Lebensnotwendige Dinge auf Anhieb findet.
Ich kann jedem Studenten, Arzt oder Schwester diese Reise nach Gambia empfehlen. Man wächst von Tag zu Tag über sich hinaus und lernt einfach unglaublich viel.
Ich habe eigenständig Geburten durchgeführt, viel genäht und ganz ganz viel untersucht.
Da ich vorher die Ausbildung im Rettungsdienst hatte und auch in Kanada viele Geburten alleine gemacht hatte, war ich mir in meinem Tun auch sicher.
Ich kann mir aber auch vorstellen, dass viele überfordert gewesen wären. Dies muss dann auch am Anfang kommuniziert werden, da die Schwestern davon ausgehen, dass man eigentlich alles macht und alles kann. Man sollte nur die Dinge tun, wovon man sich auch sicher ist das sie klappen.
Am Wochenende habe ich viel mit Kebbah und Lamin unternommen, wir sind oft ans Meer gefahren und die Beiden haben mir die schönsten Strände gezeigt. Ausflüge mit dem Fahrrad zum See waren auch dabei.
Gambia ist sehr behütet, man brauch sich keine Sorgen machen das etwas passiert. Man wird überall freundlich aufgenommen und ich habe mich die ganze Zeit sehr sehr sicher gefühlt. Ich bin alleine am Strand spazieren gegangen und habe auch alleine einkauft.
In dem kleinen Apartment wo ich gewohnt habe, ist alles vorhanden was man braucht. Man kann wunderbar im Garten unter dem Orangenbaum sitzen und ein gutes Buch lesen.
Wie gesagt, ich habe die Zeit unglaublich genossen und werde definitiv im nächsten Jahr als Ärztin wieder hinfahren. Vielleicht dann mit mehr Materialien oder mal einem Chirurg, der sich die Wunden angucken kann.
Bei Fragen kann man mich gerne über die Seite kontaktieren.
Danke an alle die dieses Projekt ins Leben gerufen haben !!
Eure Nora
Wenn Du Dich als Medizin-Studentin und Student, und auch als Ärztin und Arzt, in Gambia engagieren möchtest, können wir über unseren Kooperations-Partner REMIS Health-Centre Köln-Darsilami in the Gambia e.V. ein Praktikum vermitteln.















